Bei dieser Form der äußerlichen Anwendung von Drogen soll die physikalische Einwirkung (Wärme, Massage) ergänzt werden durch die Wirkung bestimmter Drogen. Dazu sind verschiedene Verfahren möglich:

1 Umschläge (Wickel, Auflagen) Man tränkt ein dickes Leinentuch mit dem wässrigen Auszug der Droge (Tee) und legt es – mehrfach zusammengelegt – auf die zu behandelnde Stelle. Um Wirkstoff- und Wärmeverluste zu vermeiden, deckt man mit einem Wolltuch oder einer Folie ab.

2 Packungen sollen der Schmerzstillung bei Koliken und Rheuma, aber auch bei Verstauchungen, Prellungen und Schwellungen dienen. Heiße Breiumschläge (Kataplasmen): Sie werden aus mit geringer Wassermenge aufgekochten, meist gemahlenen, Drogen (z.B. Leinsamen, Bockshornkleesamen, Beinwellwurzel) zu einem Brei vermischt. Dieser wird etwa fingerdick bei einer Temperatur von 50-60°C aufgetragen. Darüber kommen eine Folie und ein warmhaltendes Tuch.

3 Kräuterkissen: Man füllt ein Leinen- oder Mullsäckchen mit Kräutern, erhitzt dieses im Wasserbad oder trocken im Backofen und legt es so heiß wie möglich auf.

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