21 01 motivPflanzliche Inhaltstoffe sind meist gut in Öl löslich, das dann als Massageöl sowie als Creme- oder Salbengrundlage verwendet werden kann. Zunächst muss entschieden werden, ob frisch geerntete oder getrocknete Kräuter zur Ölherstellung verwendet werden sollen. Von getrockneten Kräutern benötigen Sie für die Herstellung von 500ml Öl etwa 250g, möglichst klein geschnitten; von frischen Kräutern benötigen Sie etwa die dreifache Menge, da diese sehr viel Wasser enthalten. Auch sind Ölmazerate aus frischen Kräutern nicht lange haltbar, da das in den Frischkräutern enthaltene Wasser recht bald zu einem Ranzigwerden des Öles führen wird. Ölmazerate können als Heiß- oder als Kaltauszug hergestellt werden.

 

 

Heißauszug

Geben Sie 250g getrocknete oder 750g frische, aber kleingeschnitte Kräuter in eine kochfeste Glasschüssel und übergießen Sie die Kräuter mit 500ml Oliven- oder Sonnenblumenöl. Setzen Sie die Glasschüssel auf einen Topf mit kochendem Wasser (oder verwenden Sie Wasserbadgeschirr) und lassen Öl und Kräuter ca. 3 Stunden lang simmern. Geben Sie ein Seihtuch über einen Krug und befestigen Sie das Tuch am Rande. Geben Sie nun die ölige Flüssigkeit in das Seihtuch und pressen am Ende das Tuch mit den darin enthaltenen Kräutern gut aus. Noch besser funktioniert dies, wenn Sie eine Obst- oder Beerenpresse zur Verfügung haben. Füllen Sie nun das abgefilterte Öl in saubere, dunkle Flaschen und verschließen diese luftdicht.

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Kaltauszug

Füllen Sie ein großes Glas (z.B. Einweckglas) mit den Kräutern und bedecken diese gut mit dem Öl. Verschließen Sie das Glas und stellen es für 2-3 Wochen auf eine sonnige Fensterbank. Danach gießen Sie das Öl durch ein Seihtuch in ein entsprechend großes Gefäß ab. Pressen Sie anschließend den Rückstand im Seihtuch gut aus. Danach wiederholen Sie den ganzen Vorgang mit neuen Kräutern, verwenden diesmal aber das bereits gewonnene Kräuteröl.

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