Man gibt die Droge in ein Gefäß mit kaltem Wasser und lässt bedeckt 8-12 Stunden (z.B. über Nacht) bei Zimmertemperatur ziehen. Vor dem Genuss kann der Tee auf Trinktemperatur erwärmt werden. Dies ist ein besonders schonendes Auszugsverfahren, das jedoch nur bei einigen wenigen Drogen angewandt werden kann, weil die Lösekraft kalten Wassers meist nicht ausreicht. Bei manchen Drogen, z. B. bei der Eibischwurzel, ist der kalte Auszug vorzuziehen, weil bei Bereitung mittels heißem Wasser das Pektin gelöst und die in der Wurzel enthaltene Stärke verkleistern würde. Auch Sennesblätter müssen mit kaltem Wasser bereitet werden, weil sich bei Heißaufguss Inhaltsstoffe lösen würden, die Leibschmerzen verursachen können.

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