Frische Pflanzen, die im Topf, im Garten oder in der Natur wachsen, benötigen in der Regel Licht, Sonne, Wärme und Wasser. Nur dann können sie wachsen, es entstehen Blattgrün, pflanzliche Wirkstoffe und starke Wurzeln, sie erzeugen Blüten und schließlich Früchte oder Samen.

Bei getrockneten Pflanzenteilen ist dieser Wachstums- und Reifeprozess abgeschlossen. Jetzt geht es darum, die während des Wachstums gebildeten Inhaltsstoffe so lange wie möglich zu erhalten bzw. deren Verlust zu minimieren. Da sie Wasser nicht mehr verarbeiten können, würde Feuchtigkeit zu Schimmelbildung und Fäulnis führen. Licht können sie nicht mehr durch Photosynthese in Blattgrün umwandeln, es würde zu einem Verblassen des in ihnen noch enthaltenen Blattgrüns führen. Wärme fördert die Bildung von Ungeziefer, die Kräuter gern als Nahrungsquelle sowie als „Brutkasten“ für den Nachwuchs nutzen.

Daraus folgt, dass getrocknete Kräuter, wenn sie längere Zeit gelagert werden sollen, vor Licht, Luft, Wärme, Feuchtigkeit und Ungeziefer geschützt werden müssen. Dafür eignen sich am besten dichtschließende Gefäße, z.B. Gläser aus Braunglas mit Schraubdeckel. Einmachgläser eignen sich ebenfalls, solange sie dicht verschlossen werden. Grundsätzlich sollten diese Gläser in einem möglichst kühlen, dunklen Raum oder einem Schrank aufbewahrt werden. Auch Kräuter mit hohem Anteil an ätherischen Ölen, z.B. Salbei, Rosmarin, Thymian, Ingwer etc., bleiben so lange Zeit (meist mehrere Jahre) gut verwendbar, ohne wesentlich an Wirksamkeit einzubüßen.

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